EU-Naturschutzrichtlinien bleiben erhalten

Gute Nachrichten aus Brüssel: Nach zähen Verhandlungen hat die EU-Kommission im Dezember 2016 endlich eine Entscheidung gefällt – für die Natur. Die beiden wichtigsten Naturschutzgesetze, die Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie, bleiben erhalten.

 

Damit schließt sich die Kommission dem Votum der EU-Umweltminister, des Europäischen Parlaments, mehr als einer halben Million Bürgerinnen und Bürgern, zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen und den Umweltverbänden an, dass die Richtlinien wirksam sind und die wichtigsten Instrumente des europäischen Naturschutzes darstellen.

 

Auf den Seiten des NABU-Bundesverbandes erfahren Sie mehr zum Thema!

Natura-2000-Aktion: Stimmen für EU-Schutzgebiete

Europawahl stellt Weichen für den Artenschutz

Am 25. Mai 2014 sind in Deutschland Europawahlen. Die künftigen Abgeordneten haben es mit in der Hand, dass die EU ihr Ziel erreicht, bis 2020 den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Die EU-Naturschutzgesetze – die Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und die Vogelschutzrichtlinie – haben bereits vielen Tier- und Pflanzenarten das Überleben gesichert. Dennoch stehen sie, unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“, immer wieder unter Beschuss – auch aus Reihen des EU-Parlaments. Um eine Trendwende für den Naturschutz zu erreichen, muss die EU jetzt die Naturschutzrichtlinien sichern und besser umsetzen.

"Ich finde Natura 2000 wichtig, weil Artenvielfalt unbezahlbar ist." EP-Kandidatin der Grünen S.Detzer.
"Ich finde Natura 2000 wichtig, weil Artenvielfalt unbezahlbar ist." EP-Kandidatin der Grünen S.Detzer.

Doch das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, das größte seiner Art weltweit, leidet unter mangelnder Kontrolle, wenig Personal und zu geringen Finanzmitteln. Viele der mehr als 26.000 Schutzgebiete – davon mehr als 5.000 in Deutschland – können ihre Wirkung für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten nicht entfalten und existieren teilweise nur auf dem Papier. Das Rückgrat für die Artenvielfalt in der EU schwindet. Dabei will der NABU nicht zusehen.


Mit einer gemeinsamen Aktion rufen der NABU und weitere 17 BirdLife-Partner in anderen EU-Ländern Kandidatinnen und Kandidaten, Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich für das einzigartige Schutzgebietsnetz Natura 2000 einzusetzen, mit einer persönlichen Botschaft und einer unterstützenden Geste in Form eines Schmetterlings. In dieser Woche tat das Dr. Sandra Detzer, die Kandidatin der Grünen für das EU-Parlament im FFH-Gebiet "Sandgebiete zwischen Mannheim und Sandhausen". Die EP-Kandidatin zeigte sich begeistert von der landschaftlichen Schönheit des Gebietes und den interessanten Tier- und Pflanzenarten der Sandgebiete.

Fotos und Botschaften werden auf NABU.de und auf www.natura2000day.eu veröffentlicht. Deutschland stellt mit künftig 96 Abgeordneten die größte Zahl an EP-Abgeordneten und trägt damit eine große Verantwortung für die EU-Umweltpolitik.





Letzte Aktualisierung: 06.03.2015 (MP)

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